Ein Wochenende in Berlin – Part 1

Berlin ist eine tolle Stadt. Wohnen möchte ich allerdings nicht dort, ist mir zu groß, glaube ich zumindest. Doch ich lasse es mir nicht nehmen, öfter mal unsere Hauptstadt zu besuchen, vorzugsweise mit dem ICE der Deutschen Bahn. So geschehen dieses Wochenende.

Zug 1 - Thumbnail

Ich schreibe das hier von Platz 35 im Wagen 33 des ICE 1610 von München Hbf nach Hamburg-Altona. Aus meinen Kopfhörern tönt das Album „Grain de sable“ von Tryo. In einer knappen Viertelstunde kommt der ICE in Berlin an. Die Fahrt ist sehr angenehm. Links von mir sitzen zwei Frauen. Die eine ist vielleicht fünfzig oder sechzig Jahre alt, die andere jünger, so ca. dreißig Jahre. Es scheint sich um Mutter und Tochter zu handeln. Vor mir sitzt ein Mann, ebenfalls um die dreißig. Sonst ist der Wagen fast leer. Aus diesem Grunde gleich vorweg die Empfehlung von mir: ICE-Fahrten immer an einem Samstag um die Mittagszeit tätigen.

Der Himmel ist grau, bewölkt. Doch die Welt draußen ist nicht so trostlos, wie sie im Dezember eigentlich sein müsste. Viel zu grün, im Grunde genommen. Rechts von mir sehe ich durch das Fenster die ersten Plattenbauten Berlins. Die freundliche Stimme der Durchsage säuselt:

Ladies and Gentlemen, in a few minutes we will arrive in Berlin Südkreuz. Thank you for travelling with the Deutsche Bahn and good bye!

Ich schaue auf die Uhr, wir sind pünktlich. Ich packe meine Sachen zusammen und warte auf Berlin Hauptbahnhof.

Starbucks 1 - Thumbnail

Ortswechsel: Ich befinde mich im Starbucks „Unter den Linden“. Dieses Coffeehouse ist mein Anlaufpunkt in Berlin. Jedes Mal, wenn ich in diese Stadt komme, setze ich mich hierher, am besten gleich zu Anfang, wie jetzt. Das mag auch daran liegen, dass es in Leipzig kein Starbucks gibt.

In Leipzig gibt es nur das „Coffee Culture“. Ein einziger Starbucks-Abklatsch. Ein schlechter. Achja, und dann gibt es noch „World Coffee“. Die sind im Hauptbahnhof ansässig. Übrigens auch hier in Berlin. Bei „World Coffee“ wurde noch dreister kopiert. Selbst das Logo erinnert stark an Starbucks.

Für mich verkörpert Starbucks so ein Stückchen das „gute“ Amerika. Starbucks ist einer der wirklich positiven Einflüsse der USA auf Deutschland und die Welt. Die Shops sind in warmem Licht gehalten, überall stehen Holzmöbel. Beim Bestellen merkt man auch gleich, dass man sich in einem amerikanischen Café befindet. Der Großteil einer Bestellung besteht auch hier in Deutschland aus Wörtern der englischen Sprache:

Eine Premium Hot Chocolate, bitte!

Starbucks ist einfach ein Ort des Wohlfühlens. Im Hintergrund läuft schön loungige Musik, die Getränke sind exzellent, zumindest die Heiße Schokolade, über den Kaffee kann ich nicht urteilen, ich trinke schlichtweg keinen.

Mein Blick schweift ab, ich sehe das Brandenburger Tor. Der Standort dieser Starbucksfiliale ist exklusiv und damit zugleich wunderschön. America meets German history. Man sitzt hier, genießt die geschäftige Ruhe des Stimmenwirrwarrs und fühlt sich trotzdem nicht vom Lauf der Zeit abgekuppelt. Man ist mitten drin. Man sitzt an einem historischen Ort. Ich sitze an einem historischen Ort. Genau in diesem Moment.

Pariser Platz 1 - Thumbnail

Ein Stück Begeisterung für den Pariser Platz, die französische und die (noch nicht fertiggestellte) amerikanische Botschaft, das Brandenburger Tor, wird wohl immer bleiben. Es ist toll, hier zu sein.

To be continued…

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